Keine Chance für den Erpresservirus

Letzte Woche noch hat mich ein Kunde darauf angesprochen: Ob ich schon mit einem Erpresservirus zu tun hatte? War bisher noch nicht der Fall – meine Kunden sind entweder alle gut gebrieft oder hatten bisher einfach Glück.

Freitags erreicht mich dann ein Anruf – gleich morgens: „Ich habe eine Bewerbung bekommen, wenn ich sie öffne, schaltet sich mein PC aus.“ Oh -oh.

Was war passiert: Bei meinem Kunden steht das Ausscheiden eines Mitarbeiters an, der Betrieb sucht jetzt einen Ersatz. Bei der Online-Jobbörse der Arbeitsagentur kann man selbst schöne Stellengesuche erstellen, was hier schnell erledigt war. Das neu eingestellte Stellengesuch war eine willkommene Einladung an die bösen Buben, die daraufhin eine wohl formulierte Bewerbung losgeschickt haben:

Bewerbung von Wolf

Sehr geehrte Damen und Herren,

da ich auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung bin, möchte ich mich hiermit bei Ihnen bewerben. Da ich bereits mehrere Jahre in diesem Bereich gearbeitet habe und zurzeit Arbeit suchend bin, möchte ich mich bei Ihnen bewerben.

Nach meiner Fachhochschulreife und meinen bisherigen Praktika konnte ich bereits Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen sammeln.

Sie finden in mir einen belastbaren, einsatzbereiten, flexiblen, selbstständigen und zuverlässigen Mitarbeiter mit hoher Teamorientierung. Das Einarbeiten in neue Aufgabengebiete bereitet mir keine Probleme.

Ich würde mich sehr freuen, wenn meine Bewerbung Ihr Interesse wecken konnte und ich mich persönlich bei Ihnen vorstellen darf. Über ein persönliches Gespräch freue ich mich sehr.

Mit freundlichem Gruß

Thomas Wolf

Anhang
Lebenslauf und Arbeitszeugnis

Hier stand der Link zu einem File bei dropbox
Die vollständige Bewerbungsmappe habe ich meine Dropbox geladen, weil die Datei für die Email zu groß war – Entschuldigen Sie bitte!

In der zu verständlicherweise zu erwartenden Euphorie hat mein Kunde sein sonst durchaus vorhandenes Misstrauen vergessen und den Link angeklickt. Und als wäre das noch nicht genug, hat er die enthaltene Datei „Bewerbungsmappe-PDF.exe“ ausgeführt. Nicht mal bei der Eingabeaufforderung für das Admin-Kennwort ist er stutzig geworden. Da er – wie bei inhabergeführten Betrieben üblich – das Admin-Kennwort kennt, war das Schlimmste eingetreten. Nicht ganz das Schlimmste – nur das Zweitschlimmste: der PC hat sich neu gestartet und den Festplatteninhalt verschlüsselt. Behauptet der anschließende Warnbildschirm jedenfalls:

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Die Schädlings-Designer haben sich richtig Mühe gegeben, so startet der PC nach dem Befall:

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Glück im Unglück

Glücklicherweise hat es dieser Schädling nur auf die lokale Festplatte abgesehen, andere Vertreter dieser Gattung verschlüsseln schon mal gerne auch Netzlaufwerke. Hier war der Spuk vergleichsweise schnell behoben, von genau diesem befallenen PC erstellen wir wöchentlich eine Vollsicherung, die dem Nutzer alle Arbeit abnimmt: Automatische PC-Sicherung

PC zurückgesichert – noch am gleichen Tag wieder im Einsatz 🙂

3 Gründe, warum Sie JETZT auf Windows 10 umsteigen sollten

Windows 10 ist in der Masse angekommen, neue Geräte werden standardmäßig mit dem aktuellen Microsoft-Betriebssystem ausgeliefert.

Ich werde oft gefragt: „Soll ich umsteigen?“ Oft höre ich auch „Windows 10 will ich nicht, das alte System gefällt mir viel besser.“ oder „Windows 10 will mich ausspionieren. Nicht mir mir!“

Hier nenne ich Ihnen meine 3 Gründe, warum Sie umsteigen sollten:

1. Windows 10 ist besser

Das Kachel-Design von Windows 8, die Sicherheitsrisiken beim Einsatz von Windows XP – manche Argumente sind einfach unstrittig. Nutzer von Windows 7 müssen dann schon genauer hinsehen, um echte Vorteile zu finden. Virtuelle Desktops, Secure Boot oder der erweiterte Funktionsumfang der Suchfunktion sind handfeste Vorteile gegenüber der beliebten Altversion.

Und gegen die Angst, dass Windows 10 sorgloser als bisher mit Ihren Daten umgeht, gibt es geeignete Hilfsmittel:

O&O ShutUp10: Das kostenlose Antispy-Tool für Windows 10

2. Nutzen Sie die Vorteile einer modernen Unternehmensstrategie

„Ich würde ja das kostenlose Upgrade gerne ausführen, aber funktioniert dann noch alles?“ Die Frage höre ich oft, und sie ist berechtigt. Nicht alles funktioniert auf Anhieb, manchmal geht es auch gründlich in die Hose und der PC ist komplett unbrauchbar.

Brechen Sie aus der Abhängigkeit von einzelnen PC-Installationen aus. Neue PC werden mit Windows 10 ausgeliefert, für die meisten Business-Nutzer reichen Einstiegsmodelle für wenige Hunderter. Investieren Sie in Ihre Unabhängigkeit und schaffen Sie sich ein Zweitgerät an. Mit der richtigen Strategie können Sie sicherstellen, dass Sie bei einem Ausfall eines PC ohne Unterbrechung am Zweitgerät weiterarbeiten können. Wenn nämlich alle Ihre Daten automatisch zwischen beiden PC abgeglichen werden und Ihre Programme auf beiden PC installiert sind, können Sie abwechselnd daran arbeiten und damit sicherstellen, dass Sie nicht von einem einzelnen Gerät abhängig sind. Fällt ein PC aus, können Sie ganz entspannt am zweiten PC weiterarbeiten und sich später in Ruhe der Fehlerbehebung widmen.

Und wenn am Zweitgerät einmal alles eingerichtet ist, können Sie das Upgrade auf Windows 10 am Altsystem ohne großes Risiko aktivieren.

3. Tappen Sie nicht in die „früher war alles besser“ Falle

Wie stellen Sie sich ihren Kunden dar? Altes Auto, abgetragene Klamotten, Verkaufsflächen im Stil der 90er? Nein? Warum dann Retro-Technik bei Ihrem Arbeitsgerät? Befreien Sie ihre IT-Ausstattung besser konsequent von Altlasten, genehmigen Sie sich eine leistungsfähige und den modernen Anforderungen gewachsene Ausstattung. Mit der richtigen Unterstützung wird das zu einer echten Erleichterung und hilft ihnen, sich ohne Stress und Ablenkung ihrem Business zu widmen. Früher war nämlich nicht alles besser.

 


 

Diskutieren Sie mit: Sind Sie bereits umgestiegen? Wie sind Ihre Erfahrungen? Oder haben Sie Gründe, nicht oder noch nicht umzusteigen? Ich würde mich freuen, wenn Sie mir hier unten einen Kommentar hinterlassen.

Das Leben ist wie Tetris. Spiel es nicht wie Schach!

Hier habe ich einen wunderbaren Artikel entdeckt, in dem ein (Ex-)Schachspieler seine Sicht auf das Leben aus der Perspektive des Spielers darlegt: Your Life Is Tetris. Stop Playing It Like Chess von Tor Bair

Tor, der als Siebenjähriger mit dem Schachspielen begonnen hat, schreibt hier darüber, was er durch Schach über das Leben gelernt hat. Und was er heute anders sieht. Wie er darauf kommt, das Leben mit Tetris zu vergleichen, jenem Computerspiel, das ganze Generationen mit seinem einfachen Spielprinzip fasziniert hat.

Der Gegner bist Du selbst

Im Schach spielt man gegen einen Gegner, sucht nach dem idealen Zug, um ihn am Schluss zu besiegen. Bei Tetris gibt es keinen Gegner, nur eine immer fortschreitende Abfolge von Steinen, die in zufälliger Abfolge von oben nach unten fallen. Kein Endgegner. Niemand, auf den man eine Niederlage schieben kann.

So ist auch das Spiel des Lebens, es läuft komplett im Innern ab. Es gibt keinen richtigen oder falschen Schritt. Und dein Punktestand des Lebens kann sich immer weiter erhöhen, wenn du dranbleibst.

Ich finde den Gedanken faszinierend, kann das aus meiner Lebenserfahrung bestätigen. Wem will ich die Schuld geben, wenn der letzte Stein so gar nicht in meine Landschaft passt? Und wenn ich damit beschäftigt bin, einen Schuldigen zu finden, fehlt mir der Fokus auf die Lösung der Aufgabe. Wie im echten Leben – suche ich fortwährend nach Gründen, warum dies oder jenes nicht funktioniert hat, trete ich auf der Stelle. In dieser Falle war ich selbst lange genug gefangen. Ein Leben, in dem ich meine Energie darauf verwende, Ausreden zu finden, ist wenig erfüllend. Es ist ein Leben, das mit den Zielen anderer gefüllt ist. Game over ohne Sieg.

Es wird nicht schwieriger, nur schneller

Beim Schach wird das Spiel immer komplizierter, je länger die Partie dauert. Viele Figuren verändern ihre Position, alle Veränderungen muss man im Blick behalten. Beim Tetris bleibt das Spiel immer gleich komplex, nur die Geschwindigkeit ändert sich. Wenn man Tetris immer auf der langsamsten Stufe spielt, kann man fast nicht verlieren. Der Einzige Feind ist die Langeweile.

Nach Tors Meinung trifft das auch auf das Leben zu, es wird auch immer schneller. Mit jedem Tag, mit jeder Stunde, mit jeder Minute bleibt weniger Lebenszeit übrig. Das Leben meistern bedeutet, zu lernen, bei immer höherer Geschwindigkeit dein Leben zu kontrollieren. Du kannst es nicht zulassen, dass deine Ziele gefährdet werden, egal wie stressig dein Leben vonstatten geht.

Der Gedankensprung ist mir etwas zu weit. Die immer kürzer erscheinende Restlebenszeit empfinde ich nicht so, als wird alles immer schneller. Im Gegenteil kann ich manches ruhiger betrachten und mir mehr Zeit für Dinge herausnehmen, für die ich früher keine Zeit hatte. Oder das glaubte. Ein Spaziergang an einem sonnigen Tag im Winter nach 3 Tagen Dauerregen – und allen Stress beiseite schieben. Die Zeit dazu hätte ich mir früher nicht zugestanden.

Dennoch: Die Jahre erscheinen mir mit zunehmendem Alter kürzer. „Silvester? War doch erst!“ Aus der Sicht betrachtet passt sein Bild. Und seine Schlussfolgerung unterschreibe ich mit: „Lass dich durch nichts von deinen Zielen abbringen. Egal, was passiert.“   

Du kannst das Spielfeld nicht kontrollieren

Im Schach gibt es immer einen besten Zug. Du kannst den Gegner zu bestimmten Zügen zwingen, kannst das Spiel viele Züge lang vorausplanen. Beim Tetris kommen die Herausforderungen per Zufallsprinzip, du kannst nichts vorausplanen.

Tor überträgt das so auf das Leben: Wie beim Tetris, kannst du dich im Leben nur in die bestmögliche Ausgangsposition für alle möglichen Ereignisse bringen.

Egal, in welche gute Ausgangsposition du dich gebracht hast, rechne immer mit Schwierigkeiten. Und wenn es dann tatsächlich schwierig wird, musst du trotzdem klar kommen. Wie langweilig wäre es doch, wenn alles vorhersehbar wäre. Wenn beim Tetris alle Steine passen würden, jede Reihe ohne Anstrengung gefüllt werden könnte – wie langweilig. Könntest du das stundenlang spielen? Nach ein paar Minuten wäre mir das zu öde. Deshalb wünsche ich mir auch nicht vom Leben, dass es einfach ist. Ich arbeite lieber hart dafür, auch mit den Schwierigkeiten klarzukommen.

Niemand sagt Dir, wann Du gewonnen hast

Im Schach spielt man, um zu gewinnen. Tetris spielt man, um zu spielen. So sollten wir alle das Leben betrachten.

Kennst du auch solche Leute, die immer „gewinnen“ wollen? Die nicht mit ihren Mitmenschen leben, sondern gegen sie? Ein solches Leben kann ich mir nicht als erfüllend vorstellen, jeder vermeintliche Sieg erzeugt doch den Drang nach der nächsten Herausforderung. Die ich dann auch unbedingt „gewinnen“ muss. Nein, da gefällt mir das „spielen, um des Spielens willen“ doch viel besser. Und ich kann meinen Mitmenschen ihre Erfolge gönnen – selbst wenn sie für mich einen Nachteil bedeuten.

Jeder bestimmt selbst, wie er sein Spiel des Lebens spielt. Versuche, es richtig zu spielen!

 


Wie passt das Tetris-Modell auf dein Leben? Schreib mir unten einen Kommentar, welche der Gedanken auch für dich zutreffen. Oder wobei du anderer Ansicht bist.